Werder Bremen eine Nummer zu groß für BSV-Deerns

Die Vorzeichen waren schon alles andere als gut, reiste man doch als Tabellenletzter zum ungeschlagenen Tabellenzweiten, zwar hatte Marcia Monroe Merchant 17 Spielerinnen mit dabei, aber die Ausfälle von Maria Albrecht, Sara Schäfer-Hansen und Sebnem Taskan wogen schwer. Was dann aber im Verlauf des Spiels passierte, sollte das Ganze noch toppen.

Das Spiel war noch keine Minute alt, da musste Dalina Saalmüller minutenlang behandelt werden. So ganz genau gesehen hat die Szene niemand, auch die Linienrichterin die 5m daneben stand nicht, und so kann man nur vermuten was im Zweikampf um den Ball passiert ist. Saalmüller blieb, wie bereits erwähnt, jedoch lange liegen, versuchte es zwar noch einmal aber nach 19 Minuten war der Arbeitstag für sie beendet. Mit dem RTW ging es dann erst mal von der Seitenlinie hinter das Tor zur näheren Untersuchung. Ins Krankenhaus ging es dann zum Glück für sie nicht und sie blieb bei der Mannschaft, aber der Kopf hat schon einiges abbekommen in dieser Szene. Fußball gespielt wurde danach auch noch und so paradox es nachdem Spiel auch  klingt, aber die BSV-Deerns machten ein wirklich gutes Auswärtsspiel und konnten gegen den Bundesligaabsteiger mithalten und zwangen Werder ein ums andere Mal über die Torhüterin zu spielen. Zur Pause stand es nach Toren von Goddard (16.) und König (22./28.) dennoch 3:0 für den Favoriten. Trainer Steffen Rau schien mit der ersten Hälfte nicht voll und ganz zufrieden zu sein und man merkte seinen Spielerinnen an, dass sie in der zweiten Halbzeit das Ergebnis noch nach oben schrauben wollten. Bereits in der 47. Minute war es Giovanna Hoffmann die auf 4:0 erhöhte. Danach passierte zunächst nicht mehr viel. Als in der 64. Minute mit Denise Stroda bereits die dritte Abwehrspielerin verletzt ausgewechselt werden musste, musste man auf Seiten des BSV noch mehr improvisieren. Und so rückte Vanessa Zawada in die Innenverteidigung. Neben ihr spielte seit der 33. Minute Catharina Schimpf die für die verletzte Judith Kahl eingewechselt wurde. Schimpf kam so zu ihrem Comeback nach ihrer langen Verletzungspause. Wenigstens eine erfreuliche Nachricht aus BSV-Sicht an diesem verkorksten Tag. In der Schlussviertelstunde erhöhte Werder Bremen dann noch von 4:0 auf 8:0, was am Ende dann aber auch nicht mehr großartig von Bedeutung war.

 

Die Niederlage tut natürlich weh und nach der ersten Halbzeit, wo die Mannschaft geschlossen dagegen gehalten und es dem Gegner sehr schwer gemacht hat, war das Endergebnis nicht abzusehen. Jetzt heißt es, dass erst mal zu verarbeiten und dann am 30.10.16 gegen B.W. Hohen Neuendorf die ersten Punkte einzufahren. Auf die gezeigte Leistung kann man aufbauen und  da müssen wir weitermachen. Zum Glück geht es erst in 2 Wochen wieder weiter und die verletzten Spielerinnen haben ein paar Tage länger Zeit um wieder fit zu werden.

 

SVW: Bockhorst, Moelter, Ulbrich, Eta, Scholz (55. Sanders), Schiechtl, König (69. Golebiewski), Toth, Hoffmann, Goddard, Schröder (55. Wichmann)

 

BSV: Fernandes Neves – Ziselsberger, Kahl (33. Schimpf), Stroda (64. Kempka), Saalmüller (19. Bleser) – Zawada – Wolf, Üstün, Morich, Hassam – Hanzic

 

Schiedsrichter: Anna-Lena Heidenreich

 

Zuschauer: 177

 

Tore: 1:0 Goddard (16.), 2:0 König (22.), 3:0 König (28.), 4:0 Hoffmann (47.), 5:0 Schiechtl (73.), 6:0 Sanders (76.), 7:0 Sanders (89.), 8:0 Golebiewski (90. + 1)

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